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ÖSTERREICHISCHE ORIENTTEPPICHFIBEL

Impressum
2. Auflage, Mai 2002
Bundesgremium des Handels mit Möbel,
Waren der Raumausstattung und
Tapeten (Einrichtungsfachhandel)
© Johannes Reinthaler

INHALTSVERZEICHNIS
 
Grundsätzliches
Geschichtlicher Abriss
Die Bezeichnungen
Erkennungsmerkmale
Die Herstellung
Materialien
Farben und Färben
Alter und Datierung
Worauf man achten sollte
Die Teppichpflege
Bewertungskriterien
Preisfestlegung
Wertfindung für alte und antike Teppiche
Händlerzertifikat
Gutachten
Informationsliste über Richtwerte
Standesregeln
 

Bewertungskriterien

Bei der Wertfestlegung können prinzipiell zwei große Gruppen auseinandergehalten werden:
Erstens die neuen Produktionen, wo durch den Arbeitsaufwand (Feinheit) und durch die Herkunft aus den verschiedenen Ländern mit verschiedenen Arbeitslöhnen unterschiedliche Preise errechnet werden können; zweitens alte und antike Teppiche (älter als 100 Jahre), bei denen die Ästhetik und der künstlerische Wert, bezogen auf die mehrmals zitierten Einflüsse aus Mythologie, Religion, Klima etc., eine wesentlich größere Rolle spielen als die Frage nach Feinheit, Technik, Alter oder Zustand.

Es ist einfacher, in diesem Zusammenhang nicht von Kunsthandwerk mit fließenden Grenzen zu sprechen, sondern Handwerk und Kunst völlig zu trennen. Auch bei einem Ölbild von van Gogh wird man kaum den Materialoder Zeitaufwand bewerten. Unter ähnlichen Voraussetzungen kann man beim Orientteppich die musealen Stücke von der Kommerzware trennen.

 

 
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